Gerade in der Außenpolitik ist Verlässlichkeit unverzichtbar. Daher empfiehlt es sich auch für unser Lager, dass wir uns frühzeitig für eine Linie entscheiden und diese solange fahren, bis eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingung, es nicht mehr möglich macht.
Bitte Abstimmen und die Wahl im Kommentarbereich begründen!

Aus dem NATO/EU-Block sollte sich Deutschland möglichst schnell zurückziehen und eher eine Annäherung an Russland suchen, was aber nicht bedeuten soll, dass Deutschland jetzt der GUS beitritt.
Also sollten wir uns (meiner Meinung nach) dafür einsetzen, dass Deutschland eine selbständige und eher neutrale Macht wird.
Zu einer Annäherung an Russland könnte übrigens z.B. gehören, dass man Abchasien und Südossetien anerkennt, anstatt sich auf die Seite eines Kriegsverbrechers mit Namen Saakaschwili zu stellen!
Geschrieben von Universum | November 9, 2009, 6:31 pmObacht, bitte nicht verwechseln!
GUS:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Unabh%C3%A4ngiger_Staaten
SOZ:
http://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit
GUS würde wirklich keinen Sinn machen.
Geschrieben von Tankred | November 9, 2009, 6:53 pmMeine Lieben,
die Abstimmung läuft ja ganz gut, auch wenn sie sich für mich etwas überraschend darstellt.
Leider habt Ihr anscheinend noch keine rechte Lust, Eure Entscheidung zu begründen. Also mach ich mal schnell den Anfang.
Ich habe mich für den SOZ-Block entschieden.
Gegen die neutrale Lösung spricht, dass sie die am schwierigsten zu verwirklichen ist, da der NATO/EU-Block uns nicht einfach so gehen lassen wird. Einige unserer Politiker würden wohl auf dem Weg zur Macht „verunglücken“. Sollten wir es dennoch schaffen den Block zu verlassen, wäre ein Krieg gegen unsere Wirtschaft das mindeste, was wir von unseren ehemaligen „Partnern“ zu erwarten hätten. Vielleicht lässt man sich sogar irgendeine Inszenierung einfallen um die rund 100000 Mann Besatzungssoldaten auf unserem Boden zum Einsatz zu bringen.
Gegen den Verbleib im NATO/EU-Block sprechen die Auslandseinsätze der Bundeswehr, welche offensichtlich nicht deutschen Interessen dienen und der zunehmende Souveränitätsverlust an Brüssel. Beides würde sich bei einem verstärkten Engagement im Block noch weiter verschärfen.
Für den SOZ-Block sprechen die zu erwartende Unterstützung (z.B. finanzieller Art) während der „Kampfzeit“ und Beistand im Falle, dass uns der NATO/EU-Block nach unserem Ausscheiden Ärger machen will.
Wäre ich Oppositionspolitiker und würde recht erfolgreich den Bruch mit dem NATO/EU-Block propagieren, so wäre es für mich zudem sehr beruhigend zu wissen, dass Russlands Geheimdienst auf mich aufpasst.
So, dann bringt Ihr mal bitte weitere Argumente. Mich würden insbesondere jene interessieren, die für den NATO/EU-Block sprechen. Da fallen mir persönlich nicht viele ein.
Geschrieben von Tankred | November 10, 2009, 8:28 amHabe für SOZ gestimmt, weil die Nato keine Verteidigungsorganisation mehr ist und wir nur Vasallen der Amis darstellen.
Aber eine Neutralität uns nicht von diesen Aggressoren schützen würde und der einzige Ausweg dann wohl die SOZ ist, welche ja auch gegen die Ausbreitung der Imperialisten ist.
Andererseits könnte man auch mit mehreren europäischen Ländern ein gemeinsames Verteidigungsbündniss machen das mit den SOZ gut zusammenarbeitet.
Geschrieben von blacksun87 | November 10, 2009, 1:37 pm„nur Vasallen der Amis“
Zur Not könnte man im Bündnis mit Frankreich und anderen europäischen Mächten, ein Gegengewicht zu USA und GB schaffen und die NATO so „ins Gleichgewicht bringen“. Ein Ende des Vasallentums wäre also prinzipiell auch bei Verbleib im NATO-Block möglich.
„Andererseits könnte man auch mit mehreren europäischen Ländern ein gemeinsames Verteidigungsbündniss machen das mit den SOZ gut zusammenarbeitet.“
Sehr interessanter Punkt, den Du da ansprichst. Zusammen mit Russland könnte man neben dem gemeinsamen Engagement in der SOZ auch ein Gegenmodell zur EU entwickelt, welches sich im Wesentlichen auf Verteidigungspolitik konzentriert. So wäre man „versichert“, sollten die asiatischen Partner unzuverlässig werden.
Geschrieben von Tankred | November 10, 2009, 6:34 pmDeutschland sollte eine neutrale Macht sein, da wir dann am unabhängigsten agieren können und ungebunden sind- wie z.B. die Schweiz. Auch im Konflikt zwischen Israel und Palästina sollten wir (frei nach J.Gansel) “die Juden und Araber ihre Sachen unter sich klären lassen”! Es kann nicht sein, dass wir Deutschen uns (wie auch in Afghanistan) in Konflikte hereinziehen lassen, die uns nichts angehen! Deshalb müssen wir unabhängig werden und bleiben!
Geschrieben von JN-Niederrhein | November 11, 2009, 6:30 amMeinem Bauchgefühl nach, wäre auch die Neutralität erste Wahl. Aber was sagst Du zu meinem Argument, dass diese Lösung nur schwer und mit großen Gefahren verbunden, zu verwirklichen sein wird?
Hinzu kommt noch, dass eine neutrale Macht wie die Schweiz auch schon mal von Leuten wie Gaddafi unter Druck gesetzt wird. Etwas was er sich mit einem führenden Mitglied der SOZ wohl nicht erlauben würde.
Geschrieben von Tankred | November 11, 2009, 6:47 pmMeine eigene abgezogen, wurden bisher immerhin 34 Stimmen abgegeben.
Leider hatten nur wenige Lust zu argumentieren, was mal wieder zeigt, dass heute zwar jeder eine Meinung hat, aber kaum jemand weiß warum.
Angesichts dessen, werde ich mir mal etwas Zeit nehmen und mir ein neues Konzept für dieses Blog überlegen.
Vermutlich wird es etwas Einfaches werden, wo man nur Sternchen verteilen braucht.
Geschrieben von Tankred | November 16, 2009, 5:03 pmNeutralität wird uns nicht gewährt werden sonst hätten sie damals schon die Stalin-Noten angenommen, womit auch ein Ende der “entnazifizierung” eingetroffen wäre.
Was ja heute so aussieht alsob es sich um eine Entnationalisierung handelt.
Russland ist der natürlichste Verbündete Deutschlands und die anderen würden es nicht wagen einen Fuss auf deutschen Boden zu setzten. Das hätten sie in den andren beiden Weltkriegen auch nicht gemacht wenn es zu einem Bündniss gekommen wäre. Die Feindschaft lag zwischen zwei sozialistischen Ausrichtungen der wahre Feind wurde verkannt obwohl man ihn in der Weimarer Zeit sehr wohl kannte!!
“Wir glauben wir haben Recht, sie glauben sie haben Recht (Kommunisten). Aber wenn es gegen den Kapitalismus geht haben beide Seiten immer Recht”
Nun steckt Russland mit soz zusammen also müsste man dort auch eintretten oder die Verhältnisse ändern sich wieder.
Geschrieben von blacksun87 | November 18, 2009, 1:44 pmDeutschland hat die Technologie und Russland die Leute und Rohstoffe.
Gemeinsam mit denen könnte Deutschland ein Verteidigungsbündniss errichten und zu alter Stärke zurück finden.
Geschrieben von blacksun87 | November 18, 2009, 1:46 pmNATO und EU sind nicht identisch, man sollte sie aber noch stärker trennen. Zwischen einer NATO unter US-Führung oder einer Zusammenarbeit zwischen USA und einer starken EU unter Einbeziehung anderen Staaten, wobei die EU auch alleine handeln können muss, gibt es schon einen gewaltigen Unterschied!
Neutralität als eine Art Ideologie ist Idiotie. Deutschland ist ein Industrieland, ein reiches Land und europäisch. Daraus ergeben sich bestimmte Interessen und Staaten denen wir näher stehen. Eigene Interessen zu vertreten und neutral zu sein, wiederspricht sich. Man kann höchstens klarstellen, dass man sich nicht loyal gegenüber den westlichen Staaten verhält und diese unterstützt, wenn diese auf deutsche Interessen nicht ausreichend Rücksicht nehmen. Das ist aber keine wirkliche Neutralität.
Sich Russland und China unterzuordnen passt eher zu den Linken. Solche radikal-antiwestlichen Ideen sind ausserdem genau einer der Gründe warum nationale bzw. rechte Politik in Deutschland so kritisch gesehen wird und auf Wiederstand triff, was dann von einigen Leuten wieder als Argument gegen ein gutes Verhältnis zu den europäisch-westlichen Staaten genutzt wird. Es ist ein Irrsinn das Lager der reichen Industrieländer zu spalten, um China zu helfen mächtig zu werden. Einfach nur irre.
Geschrieben von Rechte Forderungen Blog | November 18, 2009, 5:55 pmNatürlich sind EU und NATO nicht dasselbe.
Aber Du willst mir doch wohl nicht erzählen, dass die nun spätestens mit dem Lissabonvertrag vom Staatenbund zum Bundesstaat mutierte EU nicht geschlossen kämpfen wird, wenn die NATO, z.B. wegen Vorkommnissen im Kaukasus (Georgien wird früher oder später Mitglied), den Bündnisfall erklärt?
Das willst Du mir doch nicht wirklich erzählen, oder?
Das wäre nämlich richtig idiotisch!
Wie Du bei SOZ-Beitritt sofort an Unterordnung denken kannst, ist für mich unverständlich. Selbst wenn Leute wie das Makel und die Schwulette den Beitritt aushandeln würden, wäre unsere Position in der SOZ nicht so schlecht wie jetzt in der EU, wo uns selbst Schwächlinge wie die Polen, auf der Nase herumtanzen dürfen.
Du hast übrigens richtig erkannt, dass die BRD ein Industrieland ist.
Warum sich aber dieses Industrieland ausgerechnet mit anderen Industrieländern, also der Konkurrenz, verbünden sollte, statt die Beziehungen zur Ressourcenquelle Russland zu intensivieren, kannst Du uns ruhig noch mal erklären. Sehr schlüssig ist das jedenfalls nicht.
Geschrieben von Tankred | November 18, 2009, 9:31 pm1. Zur NATO und Bundesstaat EU: Meines Wissens liegt die Entscheidung über das Militär auch weiterhin bei den Mitgliedsstaaten. Genau das ist ja das Problem, ich will eine EU-Regierung mit eigener Armee die ohne Mitsprache der Mitgliedsstaaten eingesetzt werden kann, auch ausserhalb der NATO. In anderen Bereichen soll die EU aber Kompetenzen verlieren.
2. Okay, dass mit der Unterordnung ist bei einem losen Bündniss vielleicht übertrieben. Es ist aber klar, dass China sich als zukünftige Weltmacht sieht und Russland hat beispielsweise was gegen alternative Versorgungswege beim Erdgas.
3. Was die Sache mit dem Industrieland angeht, dabei geht es darum das Industrieländer gemeinsame Interessen haben.
Beispielsweise an Zugang zu billigen Rohstoffen, oder das diese nicht Zwecks Machtpolitik genutzt werden. Wenn diese Politik statt einem Weltmarkt für Rohstoffe Einzug hält, wird Deutschland abhängig von Russland, weil man dann die Rohstoffe nur noch von dort bekommt. Die Sache mit dem Weltmarkt halte ich für ganz besonders wichtig.
Gute Beispiele sind aber auch das Länder wie China bei der Klimapolitik nicht bevorzugt werden sollten, nur weil sie noch “Nachholbedarf” haben, oder der was den Patentschutz angeht.
Generell sehe ich Länder mit armer Bevölkerung eher als Rivalen an, statt als mögliche enge Verbündete. Die wollen erst noch wohlhabend werden, wir und andere Industriestaaten sind es bereits. Wobei ich es generell ablehne sie dabei zu unterstützen, zumal das auch Auswirkungen auf die Machtverteilung hat.
4. Wir hätten wieder eine höhere Kriegsgefahr in Europa. Damit auch drastisch höhere Rüstungsausgaben. Glaubst du wirklich man könnte die Bevölkerung Deutschlands davon überzeugen die Nachbarn als möglichen Feind zu sehen, und China als Verbündeten?
5. Unsere Nachbarn würden sich dafür mit anderen Staaten ausserhalb Europas verbünden, genau das würde Europa insgesamt schwächen. Die jeweiligen europäischen Staaten wären nur die schwächsten Teile dieser Allianzen und zugleich Frontstaaten!
Davon abgesehen hätten diese Bündnisse Auswirkungen auf die Einwanderungspolitik. Europa würde sich noch schneller in einen Multikulti-Kontinent verwandeln.
6. Ich sehe nicht warum diese Staaten loyal bleiben sollten. Russland braucht Deutschland nicht auf Dauer, andere kaufen auch ihre Rohstoffe und China ist selbst schon in Teilen ein Industrieland mit Forschung und Patentklau.
Die werden auch sicher nicht darauf verzichten sich mit Staaten aus der dritten Welt zu arrangieren. Warum sollten sie Interesse an Deutschlands Schicksal haben? Wir haben kulturell und ethnisch kaum bis gar keine Gemeinsamkeiten.
Fazit: Ich sehe die ganze Thematik als gutes Druckmittel, aber nicht mehr.
Ich bin für eine starke EU mit eigener Armee, sowie eine Zusammenarbeit der Industriestaaten oder wohlhabenden Länder (ohne Ressourcen-Staaten) wenn es um deren gemeinsame Interessen geht, und die Zusammenarbeit von ganz unterschiedlichen Staaten gegen unerwünschte Migration.
Geschrieben von Rechte Forderungen Blog | November 19, 2009, 2:30 pmDoch nicht unterordnen!!
Geschrieben von blacksun87 | November 18, 2009, 10:39 pmZu 1.:
„Meines Wissens liegt die Entscheidung über das Militär auch weiterhin bei den Mitgliedsstaaten.“
Die EU-Staaten sind zu eng miteinander verflochten, um eine Kriegsniederlage einzelner Mitgliedsstaaten riskieren zu können. Man wird immer gemeinsam kämpfen oder gar nicht. Außerdem sind die wichtigsten EU-Mitglieder ohnehin NATO-Mitglieder und wären daher schon durch die Erklärung des Bündnisfalles gebunden. Der kleine Rest der EU würde dann nachziehen.
„EU-Regierung mit eigener Armee die ohne Mitsprache der Mitgliedsstaaten eingesetzt werden kann“
Zum Beispiel im Falle einer Sezession, oder wie?
Zu 2.:
„China sich als zukünftige Weltmacht“
Inwiefern ergeben sich daraus Probleme?
Wo liegt denn unser Problem mit der Weltmacht China in einer – dann wieder – multipolaren Welt?
„Russland hat beispielsweise was gegen alternative Versorgungswege beim Erdgas“
Natürlich hat Russland ein Interesse daran, dass wir unser Gas bei denen kaufen und nicht woanders. Wir helfen unseren Kunden doch auch nicht dabei, sich alternative Quellen z.B. für Maschinen oder Produkte der chemischen Industrie zu erschließen.
Zu 3.:
„Was die Sache mit dem Industrieland angeht, dabei geht es darum das Industrieländer gemeinsame Interessen haben. Beispielsweise an Zugang zu billigen Rohstoffen, oder das diese nicht Zwecks Machtpolitik genutzt werden.“
Nun, dann muss es Dich ja sehr geärgert haben, dass sich die BRD nicht am Überfall auf den Irak beteiligt hat und es mit dem Iran wohl auch nichts wird. Genau solchen neo-kolonialistischen Scheißdreck zur Ressourcen- und Markterschließung meinst Du doch mit „gemeinsamen Interessen“, oder verstehe ich Dich da etwa falsch?
„wird Deutschland abhängig von Russland“
Der Witz an guten, dauerhaften Bündnissen ist, dass beide Seiten voneinander abhängig sind. Russland könnte es sich nicht leisten uns zu erpressen, da die Gefahr eines gemeinsamen Vorgehens Deutschlands mit der NATO und/oder China gegen Russland zu groß wäre. Hinzu kommt, dass wir unsere technologische Überlegenheit aufrechterhalten werden und Russland unsere Technik, unser Know-how und unsere Investitionen zur Erschließung weiterer Rohstoffvorkommen gut gebrauchen kann.
„Klimapolitik“
Komm mir bitte nicht mit diesem Mist.
„zumal das auch Auswirkungen auf die Machtverteilung hat.“
Auswirkungen auf die Machtverteilung sind doch gerade der Sinn der Sache. Statt einer Weltmacht USA, welche meint sich alles erlauben zu können, soll eine multipolare Welt entstehen. Der Aufbau der SOZ als Bündnis auf Augenhöhe mit der NATO, ist dabei nur der erste Schritt.
Zu 4.:
„Wir hätten wieder eine höhere Kriegsgefahr in Europa.“
Nein. Die größte Gefahr für den Frieden im „Großraum Europa“ sind ehemalige Sowjetrepubliken und Klientelstaaten der SU, die nun meinen sich unter dem Schutz der NATO einen revanchistischen Kurz gegenüber Russland erlauben zu können.
Hier siehst Du den Abschaum, den ich meine:
http://www.youtube.com/watch?v=fCCBHfOphag
(Auf Deutsch oder Englisch habe ich es jetzt auf die schnelle nicht gefunden.)
„Glaubst du wirklich man könnte die Bevölkerung Deutschlands davon überzeugen die Nachbarn als möglichen Feind zu sehen, und China als Verbündeten?“
Sicher, schließlich konnte man dem Pöbel auch angel-sächsische Terrorpiloten und sowjetische Vergewaltiger als Befreier verkaufen. Abgesehen vom Boxeraufstand und unserem Bündnis mit Japan während des 2. WK gibt es nichts, was aus chinesischer Sicht gegen eine Freundschaft mit Deutschland spräche. Aus deutscher Sicht spricht wiederum überhaupt nichts gegen China, die haben uns jedenfalls nie etwas getan.
Zu 5.:
Die Annahme, ein Bündnis mit außer-europäischen Mächten würde sich negativer auf die Zukunft der europäischen Kulturen auswirken, als die Entscheidungen in Brüssel und Straßburg, ist vollkommen absurd.
Zu 6.:
Für Russland wäre die Gefahr aus dem Westen vorerst gebannt, da der Austritt Deutschlands mittelfristig zum Untergang der EU führen würde und die unter Punkt 4 angesprochenen Revanchisten auf Grund der veränderten strategischen Lage, einen Konflikt mit Russland (und somit dann auch mit Deutschland) nicht mehr riskieren könnten.
Auch die theoretische Bedrohung durch China, wäre für Russland und Deutschland (verstärkt durch Überläufer der zusammenbrechenden EU) beherrschbar.
Das Misstrauen zwischen Russland und China ist der Schlüssel zu unserem möglichen Erfolg in der SOZ. Wenn wir es geschickt ausnutzen, könnten wir auch in Zukunft auf Augenhöhe mit beiden Mächten verhandeln. Keiner von beiden wird es riskieren uns zu verärgern, da dies zu unserer Annäherung an den jeweils anderen führen würde.
Geschrieben von Tankred | November 20, 2009, 7:43 pm> Die EU-Staaten sind zu eng miteinander verflochten, um eine Kriegsniederlage einzelner Mitgliedsstaaten riskieren zu können. Man wird immer gemeinsam kämpfen oder gar nicht. Außerdem sind die wichtigsten EU-Mitglieder ohnehin NATO-Mitglieder (…)
Das Verhalten in letzter Zeit zeigt etwas anderes. Die Bereitschaft die NATO zu unterstützen ist eher gering. Symbolische Beteiligung an Kriegen ist auch keine richtige Unterstützung.
> RFB: „EU-Regierung mit eigener Armee die ohne Mitsprache der Mitgliedsstaaten eingesetzt werden kann“
> Tankred: Zum Beispiel im Falle einer Sezession, oder wie?
Sicher nicht, mir geht es darum schon mal gar nicht. Ich halte das auch für absurd. Im Vertrag von Lissabon gibt es ein Recht auf Austritt.
Zu 2.:
Ich bin nur für eine multipolare Welt, soweit notwendig und hilfreich für uns. Ich will auch weiterhin die Vorherrschaft europäischer Völker. In einer Allianz mit einem starken China wären wir nur ein Anhängsel. Ich sehe auch keinen Vorteil darin sich von Russland abhängig zu machen.
> Genau solchen neo-kolonialistischen Scheißdreck zur Ressourcen- und Markterschließung meinst Du doch mit „gemeinsamen Interessen“, oder verstehe ich Dich da etwa falsch?
Ich wäre dafür das EU und USA bei sowas zusammenarbeiten, aber deutsche Unterstützung für die derzeitige Vorherrschaft der USA lehne ich ab. Selbstverständlich müssen wir Staaten angreifen die ihr Ölvermögen für gefährliche Projekte einsetzen und bei denen die Gefahr besteht das sie sich mit anderen Mächten verbünden. Boykott durch die Ölstaaten darf auch nicht möglich sein, und das wir teure Rohstoffe nutzen und andere z.B. China oder die Araber selber die billigen konsumieren kommt auch nicht in Frage.
> Russland könnte es sich nicht leisten uns zu erpressen, da die Gefahr eines gemeinsamen Vorgehens Deutschlands mit der NATO und/oder China gegen Russland zu groß wäre.
Glaubst du im Ernst die NATO würde uns dann wieder unterstützen, wenn wir uns von Russland übervorteilt fühlen würden, um dann gegen Russland vorzugehen?
Ich bleibe der Meinung, dass eine Abhängigkeit von Russland ganz schlecht wäre, und wir es uns mit den anderen daher auch nicht verscherzen dürfen.
> Statt einer Weltmacht USA, welche meint sich alles erlauben zu können, soll eine multipolare Welt entstehen. Der Aufbau der SOZ als Bündnis auf Augenhöhe mit der NATO, ist dabei nur der erste Schritt.
Ich bin nur für ein stärkeres Europa* das die Interessen der Europäer besser vertritt, nicht für eine multipolare Welt. Es reicht wenn wir unabhängiger von den Amerikanern sind, mein Ziel ist nicht sie zu zugunsten von Anderen zu entmachten!
*(Russland ist nie gemeint wenn ich von Europa schreibe)
> Aus deutscher Sicht spricht wiederum überhaupt nichts gegen China, die haben uns jedenfalls nie etwas getan.
Ausser das sie gerne unseren Lebensstandard haben wollen, und nebenbei dadurch auch noch viel mächtiger als wir wären.
Die grundsätzliche Differenz ist, dass wir verschiedene Ziele haben.
Geschrieben von Rechte Forderungen Blog | November 21, 2009, 5:21 pm„Das Verhalten in letzter Zeit zeigt etwas anderes. Die Bereitschaft die NATO zu unterstützen ist eher gering.“
Unter einem Krieg verstehe ich etwas anderes, als einen Überfall auf Schwächlinge.
Aber selbst wenn wir von Afghanistan- und Irakkrieg sprechen wollen, muss ich Deinen Einwand zurückweisen. Für Afghanistan wurde der Bündnisfall erklärt, entsprechend hoch ist auch die Beteiligung der europäischen NATO-Mitglieder an der ISAF. Da für den Irak kein Bündnisfall erklärt wurde und dieser Krieg von Anfang an international sehr umstritten war, darf es doch nicht verwundern, dass sich die freiwillige europäische Beteiligung in Grenzen hält.
„Im Vertrag von Lissabon gibt es ein Recht auf Austritt.“
Mag sein, dass dies aber immer noch so ist, wenn die Vereinigten Staaten von Europa soweit fortgeschritten sind, dass sie über ein eigenes Heer verfügen, wage ich zu bezweifeln.
„In einer Allianz mit einem starken China wären wir nur ein Anhängsel.“
Wenn wir uns zu dumm anstellen, kann das so kommen, aber heute sind wir doch auch nur eine angel-sächsische Kolonie.
„Selbstverständlich müssen wir Staaten angreifen die ihr Ölvermögen für gefährliche Projekte einsetzen und bei denen die Gefahr besteht das sie sich mit anderen Mächten verbünden.“
Dafür wirst Du die Bevölkerung niemals gewinnen können.
„Glaubst du im Ernst die NATO würde uns dann wieder unterstützen, wenn wir uns von Russland übervorteilt fühlen würden, um dann gegen Russland vorzugehen?“
Sicher. Erstens wird einige Zeit vergangen sein und zweitens wird sich die NATO nicht wie eine beleidigte Frau verhalten, sondern rational an die Sache herangehen.
„Ich bin nur für ein stärkeres Europa das die Interessen der Europäer besser vertritt…“
Als wenn es in Europa gemeinsame Interessen gibt. Hier stehen sich doch auch starke Wirtschaftsmächte und unterentwickelte Staaten gegenüber. Im Gegensatz zu Russland haben diese Staaten uns aber nicht einmal Ressourcen zu bieten.
„Ausser das sie gerne unseren Lebensstandard haben wollen, und nebenbei dadurch auch noch viel mächtiger als wir wären.“
Ich glaube, dass China mit seinem gewaltigen Heer, seinen Atomwaffen und seinen Menschenmassen schon heute viel mächtiger ist, als wir. Ohne Atomkrieg wird man Russland und China nicht stoppen können. Die Frage ist also, ob wir auf die aufsteigenden Mächte China und Russland setzen oder mit dem Westen untergehen wollen.
Geschrieben von Tankred | November 22, 2009, 12:50 pmNeutralität ist vorrangig anzustreben. Warum?
Zunächst müssen wir wieder souverän werden, bevor überhaupt eine Bündnispolitik von Interesse ist.
Daher sollte aus NATO und EU ausgetreten werden. Damit ist die volle Souveränität wieder hergestellt. Die innenpolitischen Probleme lassen sogar nur diesen Weg zu.
Die NATO ist nach dem Kalten Krieg überflüssig und dient nur der USA, ihre Hegemonialstellung weiter auszubauen und zu erhalten. Wollen wir das? Ich nicht.
Ein Beitritt zur SOZ würde uns unnötig in einen Gegensatz zur USA bringen.
Die Innenpolitik hat in den nächsten Jahrzehnten Vorrang, nicht die Außenpolitik.
Wir sind auch keine wirkliche Militätmacht mehr und die größte Gefahr ist mittlerweile die Migrationsbombe, die entschärft werden muß. (Rückführung)
In 20 Jahren haben wir keine dt. Mehrheit mehr in den westdt. Großstädten.
Welchen nationalgesinnten Deutschen interessiert dann noch das außenpolitische Bündnis? Wir brauchen Souveränität und damit die Neutralität, also Austritt aus Nato und Eu, und eine absolute Konzentration auf innenpolitische Themen.
Wir brauchen keine außenpolitischen Kontroversen und Probleme, davon haben wir genügend im Lande selbst. Das Überleben Deutschlands und des dt. Volkes ist das Thema.
Geschrieben von Richtig | November 21, 2009, 10:17 amDas Problem an der Neutralität habe ich schon angesprochen, wiederhole mich aber gerne noch mal.
Man wird uns nicht einfach aus NATO und EU austreten lassen. Deutschland ist dafür viel zu wichtig. Ohne starke Hilfe von außen kommen wir da einfach nicht raus.
Hinzu kommt, dass wir ohne die Unterstützung der SOZ gar nicht erst in die Position kommen werden, etwas verändern zu können. Einen Weg zur Macht kann ich mir, ohne Geld und Fachpersonal aus der SOZ nämlich nicht vorstellen.
Geschrieben von Tankred | November 21, 2009, 11:34 amIch habe mal Argumente für eine Abkehr vom Westbündnis gesammelt:
http://rechteforderungen.wordpress.com/2009/11/19/austritt-aus-dem-westbuendnis/
Hier einige Artikel die ich gerade lese, zur Debatte welche Staaten in Zukunft wahrscheinlich (noch) mächtig sein werden:
http://www.foreignpolicy.com/articles/2009/06/22/think_again_asias_rise
http://www.internationalepolitik.de/ip/archiv/jahrgang-2009/september-oktober/der-kassandra-komplex.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31322/1.html
Geschrieben von Rechte Forderungen Blog | November 21, 2009, 2:26 pmKann mich mal jemand aufklären was ich unter dem SOZ-Block verstehen soll?
Geschrieben von Flugzeugführer | November 22, 2009, 3:34 pmhttp://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit
Geschrieben von Tankred | November 22, 2009, 5:05 pmDanke, jetzt bin ich “im Bilde”!
Geschrieben von Flugzeugführer | November 25, 2009, 6:21 pmSicher bräuchten wir Verbündete, um aus der NATO und EU herauszukommen, die GUS wäre auch kein schlechter Partner, aber um wieder eigenverantwortlich handeln zu können, müßten wir den Weg der Neutralität gehen. Läßt man uns, sind wir gerne für andere Verhandlungen bereit.
Geschrieben von Alexa | November 24, 2009, 9:51 pm